News und Termine


Slow Food Infopoint in Bad Freienwalde

Slow Food Barnim-Oderland hat seit dem 30. Juni 2018 einen Infopoint im Regionalladen „Oderbruchware“ in Bad Freienwalde, Königstr. 7. In dem Laden mit Café liegt Informationsmaterial über Slow Food, auch das zweimonatliche erscheinende Slow Food Magazin aus.

Aus diesem Anlass sagte Conviviumsleiter Martin Schirmer:

Alle reden von „Heimat“, es gibt sogar neuerdings ein Heimatministerium. Aber woran denken wir zuerst bei „Heimat“? Ist es für viele von uns nicht der Geschmack der Heimat? Ein Geschmack, den wir mit Wehmut vermissen? Wo aber finden wir ihn? Beim Discounter bestimmt nicht. In einem Restaurant, das sich mit US-Beef, Iberico-Schweinesteak, Brustfilet vom Turbo-Hähnchen oder Pangasiusfilet schmückt, sicher auch nicht. 

Dabei gibt auch diese Region alles her, was man braucht. Fleisch vom Uckermark-Rind, vom Märkischen Freiland-Sattelschwein, von alten Hühnerrassen oder Fisch aus unseren Seen oder der Oder und ihren Altarmen. Es gibt Milch und Käse, die hier hergestellt wurden. Es gibt sie in unserer Region, wenn man genau hinschaut: Die bäuerlichen Betriebe und kleinen Genusshandwerker. Mehr noch: In den letzten Jahren sind junge Ökolandwirte dazu gestoßen, die sich für eine nachhaltige Bewirtschaftung engagieren und dafür eine erstaunliche Kraft aufbringen. Ich denke an Mario Reißlandt  und Lisa Wiese auf der Sonnenburg, an Johannes und Hanna Erz in Alt-Tucheband, an Janusz und Anja Hradetzky vom Hof „Stolze Kuh“ in Stolzenhagen oder Amelie und Franziska Wetzlar vom Milchschafhof Pimpinelle in Quappendorf, um nur einige Beispiele zu nennen.

Ich denke aber auch an jene Gastronomen, die bewusst mit regionalen Produkten arbeiten. Ein Beispiel dafür gesetzt hat unser aktives Mitglied Wolfgang Schalow aus Marxdorf, den hier im Oderbruch jeder kennt. Denn das ist es, worum es Slow Food in über hundert Ländern der Erde geht: Die bäuerliche Landwirtschaft und die regionalen Kreisläufe zu unterstützen. 

Wir sagen „Essen ist ein politischer Akt“ und sind überzeugt - und können uns dabei auf die Welternährungsorganisation der UNO berufen -, dass die Welt keine Agrarindustrie braucht sondern sich viel besser durch regionale Netzwerke bäuerlicher Landwirtschaft ernähren könnte und damit satt würde. Ich weiß, dass dies in dieser Region ein heikles Thema ist, denn natürlich können wir die Betriebe der Massentierhaltung und die großflächigen Monokulturen nicht übersehen. Sie haben leider auch schon diese wunderbare Landschaft nachteilig verändert. Die Idee, das Oderbruch als historische Kulturlandschaft für das Weltkulturebene vorzuschlagen, ist sympathisch, aber man muss wissen, dass die UNESCO auch Wert auf eine intakte Agrarlandschaft legt. 

Mit dem Regionalwarenladen „Oderbruchware“, in dem wir uns hier befinden, wurde ein Zeichen gesetzt, dass das Oberbruch vieles an Produkten kleiner Landwirte und Genusshandwerker zu bieten hat, das sich abhebt von den Massenangeboten der Discounter und Supermärkte. Mancher, der das erste Mal hier hineinschaut, wird sich wundern, was diese Region alles zu bieten hat. 

Dieser Laden leistet einen Beitrag, zu den Wurzeln zurückzukehren und eine Agrarwende zu unterstützen. Slow Food folgt weltweit drei Prinzipien: Gut, sauber und fair. Gut von der Qualität soll das sein, was wir essen, sauber soll es in der Zubereitung sein – also ohne künstliche Zusätze – und fair und gerecht soll derjenige, der dies alles produziert, dafür entlohnt werden. 

Damit diese Ideen weitere Verbreitung finden, bin ich dankbar, dass wir in diesem Regionalladen einen Infopoint eröffnen können, wo man etwas über unsere Ideen erfahren kann und erfährt, wie man zu uns Kontakt aufnehmen und bei uns mitwirken kann. Wir legen hier Broschüren und unser zweimonatlich erscheinendes Slow Food Magazin zum Lesen und Mitnehmen aus. Slow Food verkauft nichts außer guten Ideen, die wir gratis liefern. Wir arbeiten ehrenamtlich als Non-Profit-Organisation. Wir verstehen uns als Netzwerker. Man kann Mitglied oder Unterstützer werden oder auch nur an unseren Veranstaltungen teilnehmen, wenn wir unsere Region kulinarisch erkunden. 

Ich möchte auch schon darauf hinweisen, dass am 1. Oktober eine neue Ausgabe des zweijährlich erscheinenden Slow-Food-Genussführers erscheint, der die 500 besten Landgasthöfe Deutschlands auflistet. Ich kann so viel verraten, dass unsere Testgruppe wieder sechs Gasthäuser in dieser engeren Region aufnehmen konnte. Freuen wir uns also darauf. 

Seit nunmehr acht Jahren sind wir mit einer kleinen aber aktiven Gruppe von etwas mehr als 50 Mitgliedern in dieser Region Barnim-Oderland vertreten und haben schon einige Duftmarken setzen können. Wir würden uns freuen, wenn über diesen Stützpunkt weitere Interessierte zu uns stoßen würden. Wir werden unsererseits für den Oderbruchware-Laden werben, weil uns der Erfolg dieses Konzepts am Herzen liegt. Und weil wir für Bad Freienwalde ein großes Entwicklungspotential sehen, wenn der rote Faden „Nachhaltigkeit“ heißt.


Neu: Schlachtefest 2018

Am 17. März 2018 gab es mal wieder ein Slow Food Schlachtefest nach alter Tradition auf Gut Hirschaue mit seinen Märkischen Sattelschweinen. Mehr...

Kochclub-Rezepte März 2017

Am 31. März war der Kochclub wieder in Aktion. Das Menü zum Winter-Abschied… WEITER

15. 10. 16: Ausflug zur Sonnenburg und nach Rathsdorf


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Wir treffen uns um am Samstag, 15. Oktober 11 Uhr auf Gut Sonnenburg bei Bad Freienwalde und Wriezen. Lisa und Mario (Foto), Absolventen der FH Eberswalde, schaffen auf ihrem Gut eine komplexe landwirtschaftliche und touristische Ebene. Sicher noch ein weiter Weg, originell auch ihr „eidentity“ Hühnermobil. Sie zeigen und das Geschaffte, geben einen Ausblick auf noch zu Realisierendes, und das alles in herrlicher Landschaft. Mehr unter http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1491790

Um 13 Uhr geht es weiter mit einem Mittagessen in Breiers Kräutergarten in Wriezen-Rathsdorf. Das Lokal wird im Slow Food Genussführer empfohlen.

Es gibt Kräuterbrätlinge vom Schwein, Stiftgemüse und hauseigenes Kartoffelpüree. Kosten: 15 Euro.

Wer alternativ eine vegetarische Gemüsepfanne oder Nudeln mit Pesto möchte, wird gebeten, dies bei der Anmeldung mitzuteilen. - Gäste sind, wie immer, willkommen.

Anmeldung HIER.

Karten: © mapsz - Foto: Schirmer

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MOZ berichtet über neue Leitung des Conviviums

>Die Slow-Food-Landkarte ist um eine Region reicher: Sie heißt Barnim-Oderland. Weil die Grenzen nicht so strikt gezogen sind wie zwischen Staaten, ist auch die Uckermark vertreten. Der erste Ansprechpartner hat früher das "Gänseblümchen" betrieben, Mathias Schirmer.< So berichtet die Märkische Oderzeitung. Hier der ganze Artikel.


Blick ins Fotoalbum

Neu in unserem Fotoalbum: Die Kochgruppe kocht das Original Leipziger Allerlei. Mit Krebsen.

Termin: Das originale Leipziger Allerlei ist ganz anders



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Der Slow Food Kochclub sich das Original Leipziger Allerlei mit Spargel, Morcheln und Krebsschwänzen, vorgenommen.

Hintergrund: Der Ruf des Leipziger Allerleis ist gesamtdeutsch und nachhaltig ramponiert. Das Gericht ist zum Synonym für vorgekochtes Mischgemüse aus der Dose verkommen. Nicht wenige erinnern sich mit Grausen an ihre Kindheit, als der Gemüse-Mix mit einer leimigen Mehlsauce zu den ansonsten sehr beliebten Frikadellen zwangsverabreicht wurde. Das hat das Leipziger Allerlei nicht verdient, denn es ist in seiner Urform ein erlesenes Festessen. Auf dem Teller findet sich das Beste aus Feld, Wasser und Wald: Knackiges junges Gemüse, fleischige Flusskrebsschwänze und aromatische Morcheln vereinen sich mit einer leichten, hellen Sauce, die unter Zugabe von Krebsbutter vornehm errötet. Die klassische Beilage sind luftige Semmelklößchen – selten gibt sich die deutsche Küche so elegant.

Wann? Freitag, 10. Juni 2016 ab 15.30 Uhr

Wo? Bürgerbildungszentrum Antonio Amadeus, Puschkinstr. 16, 1. Etage, 16225 Eberswalde 

Wer  mitmachen möchte, fragt bitte bei Susanne Behring an.

Die Kosten für die Zutaten und die Küchennutzung werden umgelegt.

< Foto: Martina Tschirner >

Mitgliederversammlung 2016

Slow Food Barnim-Oderland hat am 28. Mai auf der Mitgliederversammlung in Eberswalde eine neue Leitung gewählt:

- Mathias Schirmer (Leiter), Oderaue-Neumädewitz, bisher Stellvertreter, Koch und Gastronom und Vorsitzender des Oder Culinariums,  

- Martina Gülzow (Gosen-Neu Zittau), Rechtsanwältin.

- Susanne Behring, bis Herbst 2015 schon mal Stellvertreterin, ist wieder dabei. Sie ist Bio-Bäuerin  in Höhenland-Leuenberg. 

Siehe auch FOTOALBUM

MOZ berichtet auch über Kaisermühle

Auch über den Besuch der Testgruppe und die Urkunden-Übergabe in der Kaisermühle (Müllrose) hat die MOZ inzwischen berichtet. Lesen Sie den gesamten Bericht unter http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1470400 .  Dazu auch Fotos.

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Arbeit am Genussführer geht weiter

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Das Genussfüher-Team von Slow Food Barnim-Oderland ist mit Volldampf dabei, die nächste Ausgabe vorzubereiten, die im Herbst 2016 erscheint. Die bisher gelisteten Lokale wurden erneut besucht und erhielten neue 2016er Urkunden. Darunter der "Fischerkietz" in Strausberg (überreicht von Monika Mann) und das „Anglerheim" in Lebus, wo Wolfgang Butry die Urkunde an Wirt Torsten Neufert überreichte (Foto, von Wolfgang Schirmer). Mathias Schirmer besuchte "Breiers Kräutergarten" in Rathsdorf bei Wrizen und würdigte die kulinarische Arbeit von Alfons Breier. Darüber berichtete die Märkische Oderzeitung ausführlich. Dazu auch Fotos.

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                             © 2018 Slow Food Barnim-Oderland / Ulrich Rosenbaum  - Kontakt - Facebook